Klimaschutz: Das Gute liegt so nah

Wer beim Essen regionale Produkte vorzieht, tut nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern isst auch besser. Die Transportwege sind kürzer. Früchte und Gemüse kommen frisch auf den Tisch und schmecken aromatischer.

Schon die satten Farben zeigen, dass der Sommer gekommen ist: das leuchtende Rot sonnengereifter Tomaten, das tiefe Grün gartenfrischer Zucchetti, das warme Gelb süsser Aprikosen. Und dann die Düfte! Danach sehnen wir uns ein halbes Jahr lang: am Abend auf der Terrasse oder im Garten sitzen zu können. Und zum Beispiel eine ofenfrische Gemüsepizza geniessen, dazu einen bunten Tomatensalat. Damit uns und unseren Nachkommen solche Genüsse erhalten bleiben, braucht es die heile Natur. Dazu trägt das Klima wesentlich bei. Der durch Klimagase verursachte sogenannte Treibhauseffekt beginnt die Umwelt zu verändern (siehe Kasten). Dadurch droht die Natur aus dem Gleichgewicht zu geraten, was sich auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken würde. Das Problem ist erkannt, internationale und nationale Organisationen befassen sich damit und setzen Massnahmen in Gang.

Wir alle können zum Schutz des Klimas beitragen. Auch beim Essen. Und dabei müssen wir nicht aufs Geniessen verzichten – im Gegenteil. Wer vermehrt vegetarisch isst und auf kurze Transportwege achtet, schont die Umwelt. Wir tun also gut daran, Produkte zu wählen, die in der Region reifen und rasch bei uns auf dem Tisch landen: Sie sind frischer und schmecken deshalb aromatischer.

Unvergleichlicher Geschmack

Denken wir nur zum Beispiel an Erdbeeren: Der Gout frischer Beeren aus der Region ist meistens intensiver als jener, die einen weiten Transportweg hinter sich haben. Allein schon der Duft von sonnenwarmen Erdbeeren ist ein sinnenfreudiges Erlebnis.

Doppelter Genuss

Da wir heutzutage fast immer fast alles kaufen können, haben wir vielleicht ein wenig aus den Augen verloren, was jeweils bei uns wirklich Saison hat. Wenn wir uns beim Einkaufen und Kochen mehr daran orientieren, was die Bäuerinnen und Bauern bei uns in der Nähe jetzt ernten, konsumieren wir automatisch mehr regionale Produkte. Damit fördern wir auch die einheimische Landwirtschaft und letztlich die Artenvielfalt. Und zu wissen, woher das kommt, was auf unserem Teller liegt, macht den Genuss noch grösser.

CO2-Fussabdruck

Vom Acker bis zum Teller ist es ein weiter Weg. Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Kühlung, Lagerung, Verpackung und Entsorgung – dies alles gehört zum Herstellungsprozess jedes einzelnen Lebensmittels. Dabei entstehen CO2 und andere Treibhausgase. 16% unseres gesamten Treibhausgasausstosses macht die Ernährung aus, der Rest fällt beim Wohnen, der Mobilität sowie der Produktion von Konsumgütern und Dienstleistungen an. Die Summe dieser Treibhausgase wird CO2-Fussabdruck genannt.

Es ist einfach, jeden Tag etwas zu tun, um diesen Fussabdruck zu verkleinern. Wer z. B. bewusst saisonal einkauft und zudem regionale Produkte konsumiert, entlastet damit die Umwelt. Denn für Transport und Verpackung solcher Lebensmittel werden weniger Energie verbraucht. Folglich entsteht wesentlich weniger CO2. Welche Früchte und Gemüse wann Saison haben, können Sie der Saisontabelle entnehmen.